Australiens Mississippi

Schon vor einiger Zeit durften wir für Gerd Pohlmanns Dokumentation über den Murray River, den Mississippi Australiens, Sprachaufnahme, Tonschnitt und Mischung durchführen. Zu sehen war die Doku beim NDR innerhalb der Reihe „Länder, Menschen, Abenteuer“ und wurde später auf Phönix wiederholt.  Nun ist der Film auch auf Youtube zu sehen:

 

 

 

Orgelband restauriert

Die Aufgabe war, ein 50 Jahre altes Band mit der einzig verbliebenen Aufnahme einer Orgel wieder hörbar zu machen. Wie gut, dass wir noch eine passende Revox B77 in gutem Zustand hatten. Und das „Spectral Repair Tool“ von izotope, mit dem man einige Schwächen des alten Bandes, z.B. DropOuts, ein bisschen verbessern kann.  DropOuts entstehen, wenn die magnetische Schicht des Bandes sich durch Alterung stellenweise auflöst.

Beispiel;  vorher/nachher:

(Da es um Feinheiten geht, bitte mit guter Anlage oder Kopfhörer anhören!)

Das Bild unten zeigt den DropOut aus dem  Beispiel  im Spectral Repair Tool von Izotope. Auf der x-Achse läuft die Zeit, auf der y-Achse sehen wir die Frequenz und die Amplitude wird als Leuchtdichte angezeigt. In der unteren Spur ist der Verlust der Information klar zu sehen und der „Riss“ kann mit „Spektralmaterial“ aus der Umgebung aufgefüllt werden – so ähnlich wie mit dem Stempelwerkzeug in Photoshop. Das klingt einfacher, als es in der Praxis ist, denn man möchte die Reparatur nicht hören. Wenn man zur Füllung ungeeignetes Material auswählt, stört das noch schlimmer als vorher.

 

 

1. FC Köln ist Meister!

Haha, ist nur ein Spaß! Tatsächlich gab es aber die legendäre Saison 1977/78, in der der FC nicht nur Meister sondern auch DFB-Pokalsieger wurde! Der eindrucksvolle Film von Frank Steffan entführt uns mit tollem Archivmaterial in eine längst vergangene Zeit, die, was den FC angeht, doch bitte wiederkommen soll! Wir durften das DVD-Authoring übernehmen – und die DVD ist wirklich randvoll mit tollem Filmmaterial.

Die DVD hier kaufen!

Schallplatte verbessert

Hören Sie im AB-Vergleich das stark knackende und knisternde Original und die gewaschene, nass abgespielte und entknackte Platte. Beim Klick auf „Play“ werden zwei synchronisierte mp3-Dateien mit je 256 kbit/s gleichzeitig abgespielt, die Sie beliebig umschalten können.


Teure Kabel – Sinn oder Unsinn

Meinung

Immer wieder staune ich, wenn ich an den Schaufenstern von Hifi-Läden vorbei komme und dort daumendicke Cinchkabel  und extrem teure Netzleisten für exorbitante Preise sehe. Macht das bei einer Stereoanlage Sinn? Ich meine: Nein! Erwarten die Menschen, die sowas kaufen, eine grosse klangliche Verbesserung ? Das ist recht schräg, denn die meisten Stereoanlagen haben, im Vergleich zur Studio – und Bühnentechnik, eine sehr kurze Verkabelung. Darüber hinaus sind die Anlagen meistens in einer recht störarmen Umgebung aufgebaut. Auf Bühnen und in Studios gibt es dagegen zahlreiche Störquellen, z.B. durch die Dimmer der Beleuchtung, gegen die wir unsere wertvollen, kleinen Mikrofonsignale  mit symmetrischer Technik oder digitalen Verbindungen schützen müssen.

Verluste, die theoretisch durch Kapazität und Kabelwiderstand einer Leitung auftreten, sind im Heimbereich insgesamt so vernachlässigbar klein, dass man die Erwartung einer „Verbesserung“ durch dicke und teure Kabel getrost ins Reich der Märchen und der Illusion einordnen kann. Hauptsächlich wird der Händler eine Verbesserung spüren – in seiner Kasse.

Bei den meisten Stereoanlagen ist aus meiner Toningenieursicht gerade nicht die Elektronik und die Verkabelung der Geräte untereinander das Problem, sondern die Raumakustik und die Aufstellung der Lautsprecher. Der größte klangliche Gewinn für wenig Geld lässt sich also durch akustische Verbesserung des Wiedergaberaums und eine korrekte Aufstellung der Lautsprecher erzielen.